Brücke der Nationalstraße
12 in Ulflingen
Überquerung
stellt keine Gefahr dar
Schäden sollen
im kommenden Jahr repariert werden
Quelle: Luxemburger Wort, Mittwoch 24. November 2004
Rund 15 m Geländer
fielen in die Tiefe. (Photo: Viviane Sagramola)
Der Brückensims in den auch das Geländer
verankert ist, ist nicht mit der Betondecke der Brücke verbunden.
Um das Geländer zu sichern, wurde es mit Stahlseilen an der
Leitplanke befestigt. (Photo: Nico Müller)
(NiM) - Es war der 11. Juni dieses Jahres, kurz nach 18 Uhr,
als sich an der Brücke der Nationalstraße 12, die sowohl
über den Schienenstrang als auch über die Rue de la
Gare sowie die Rue Pafemillen in Ulflingen führt, größere
Betonblöcke lösten und auf die darunter liegende Straße
fielen. Niemand wurde damals verletzt, und es entstand auch kein
weiterer Sachschaden.
Die Brücke, die erst Ende der 70er Jahre gebaut worden war,
stand, wie uns Marc Hilger seitens der Brücken- und Straßen-Bauverwaltung
in Diekirch auf Anfrage hin mitteilte, bereits seit mehreren Jahren
unter Beobachtung. Man habe in der Tat schon «vor längerer
Zeit festgestellt, dass sich die Brücke nicht normal bewege".
Um schwerwiegende Schäden zu vermeiden, müssten Brücken
in einer Art und Weise zusammengebaut sein, dass sie sich bei
Kälte zusammenziehen und bei Wärme wieder auseinanderdehnen
können. Und eben das habe nicht einwandfrei in diesem Fall
funktioniert. Man habe inzwischen denn auch festgestellt, dass
der Hügel auf der Brückenseite, wo die Schäden
auftauchten, einen derart hohen Druck auf sie ausübe, dass
das oben erwähnte physikalische Gesetz nicht wie gewünscht
funktioniert.
Durch den Druck hätten sich nämlich die vorderen Steine
des Brückensims, die nicht mit dem Bürgersteig befestigt
waren, langsam nach außen geschoben und seien schließlich
von der Betondecke heruntergefallen. Da des Weiteren das Brückengeländer,
in dessen Handlauf über die ganze Länge des Viadukts
ein Stahlseil verlaufe, in diesen schweren ,Corniche"-Betonblöcken
verankert gewesen sei, hätten die ersten hinunterfallenden
Blöcke noch eine ganze Reihe weiterer mitgezogen.
Die Schäden habe man bereits seit längerem erkannt gehabt,
man habe auch während Jahren eine ganze Reihe Tests durchgeführt,
doch sei man davon ausgegangen, dass der Brückensims mit
der Betondecke verankert sei, sich von daher auch nicht komplett
lösen könne und also auch keine akute Gefahr bestanden
habe. Nun sei der Brückensims aber gesichert, indem man das
Geländer an den Leitplanken befestigt habe. Deshalb sei auch
der Bürgersteig auf dieser Seite gesperrt. Damit die Fußgänger
aber die Brücke überqueren können, habe man die
andere Straßenseite entsprechend eingerichtet.
Derzeit ist man seitens der Bauverwaltung am Überlegen, wie
man besagten Hang soweit stabilisieren kann, damit er in Zukunft
nicht mehr nachdrücken kann. Bevor jedoch mit den Instandsetzungsarbeiten
begonnen werden kann, dauert es aber sicherlich noch bis Mitte
des kommenden Jahres.
Um diese Arbeiten auszuführen, wird man die Brücke wahrscheinlich
nicht vollständig sperren müssen. Während rund
eines Jahres wird aber wohl ein Ampelsystem den Verkehr abwechselnd
über das Viadukt lotsen. Sicher ist jedoch, dass man den
Verkehr das eine oder andere Mal während einiger Tage vollständig
umleiten muß, um spezifische Arbeiten durchführen zu
können.
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