(Photo: Josette Rinnen-Koch)

Schulkinder aus Ulflingen unterstützen „Trisomie 21"

Quelle: Luxemburger Wort Dienstag 18. Dezember 2001


Zehn Klassen der Primärschule Ulflingen hatten zusammen mit ihrem Lehrpersonal in der Vorweihnachtszeit Adventskalender, Weihnachtsdekorationen, Taschen, Kissen und vieles mehr gebastelt und beim großen „Elwenter Maart" am 2. Dezember zum Verkauf angeboten.
Der Erlös dieser Aktion, immerhin 80 000 F, überreichten die Kinder zusammen mit dem Lehrpersonal während einer kleinen Feierstunde an den Vertreter der „Trisomie 21", Frank Mergen, der ihnen in kurzer Form die Behinderung erklärte. „Trisomie 21", im Volksmund noch immer unter dem Begriff Mongolismus oder Down-Syndrom bekannt, ist eine Krankheit, die bei der Entstehung des kleinen Menschen ausgelöst wird. Da in den häufigsten Fällen das Chromosom 21 betroffen ist, erhielt die Behinderung diesen medizinisch korrekten Namen. In früheren Zeiten wurden diese Kinder als „unheilbar" vernachlässigt und oft sich selbst überlassen.
Da nach neuesten Erkenntnissen diese Kinder durch gezielte Förderung in ihrer Entwicklung erhebliche Fortschritte machen können, hat die seit einem Jahr bestehende „Asbl Trisomie 21" sich zum Ziel gesetzt, vor allem Eltern, Lehrpersonen aber auch alle anderen Menschen, die in irgendeiner Form mit den Betroffenen in Kontakt kommen, aufzuklären und ihnen das Schicksal dieser liebenswerten Mitmenschen ans Herz zu legen.
Wie rezente Beispiele belegen, konnten bereits erste Erfolge bei Kinder mit der „Trisomie 21", die unter „normalen" Gleichaltrigen aufgewachsen waren, erreicht werden. Durch die finanzielle Unterstützung der freiwilligen Spender können Aufklärung, Förderung und vor allem der Abbau der Diskriminierung fortgesetzt werden.

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